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Minet

Minet Minderheitenmagazin

Bedrohte und seltene Sprachen im Minderheitenmagazin "Minet": Wir spüren dem Provenzalischen und dem so genannten Galloitalico nach, besuchen romanische Kulturvereine in der Schweiz und erfahren, was Arbëreshë bedeutet.
Provenzalisch wird nicht nur im Aostatal und in einigen Tälern bei Turin und Cuneo gesprochen, sondern auch in zwei Gemeinden in Apulien. Angeblich kam diese Sprache mit der ehemals verfolgten Glaubensgemeinschaft der Waldenser hierher. Aber stimmt das wirklich?
Bereits im frühem 20. Jahrhundert haben Wissenschaftler die Basilikata als Fundgrube für Sprachen entdeckt. Besonders interessant sind die kleinen gallo-italienischen Sprachinseln, von denen es heute noch rund 20 gibt. Das "Galloitalico" wird oft von Gesten und mimisch begleitet.
Die Lia Rumantscha wurde vor 100 Jahren als Dachorganisation aller romanischen Sprach- und
Kulturvereine der Schweiz gegründet. Seither setzt sie sich für den Erhalt des Romanischen in Familie, Schule und Öffentlichkeit ein. Unter anderem betreibt sie das Online-Wörterbuch Pledari Grond.
Die Arbëreshë sind eine Sprachminderheit in den Abruzzen und auf Sizilien. Aus Cosenza stammt die Sprachwissenschaftlerin und Autorin Maria Annita Baffa. Sie erzählt in ihren Büchern von der faszinierenden Kultur der Arbëreshë.
Im "Minet"-Gespräch ist Marc Röggla zu Gast, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Minderheitenrecht an der Eurac. Er stellt uns das Gesetz zum Schutz historischer Sprachminderheiten genauer vor.
Das Minderheitenmagazin "Minet" wird vom Regionalen Amt für Sprachminderheiten gefördert und von der Europäischen Akademie Eurac begleitet.

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